Studium Kanada: Erfahrungsbericht Kwantlen Polytechnic University bei Vancouver

Mein Name ist Nubwa Wathanafa, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Bonn. Ich studiere Soziologie und Politikwissenschaften an der Kwantlen Polytechnic University in Vancouver, Kanada. Academic Embassy hat es mir ermöglicht, hier in Kanada mein Studium zu absolvieren.

Kwantlen Polytechnic University in Vancouver: Die richtige Wahl!

Nubwa mit einer Freundin in Downtown Vancouver
Nubwa mit einer Freundin in Downtown Vancouver

Nach Abschluss meines Abiturs hatte ich den Wunsch, Auslandserfahrungen zu sammeln, da sich mir diese Möglichkeit während meiner Schulzeit nicht geboten hatte. So verfestigte sich die Idee, mein Studium komplett im Ausland zu absolvieren. Um dies in die Tat umzusetzen, habe ich nach Möglichkeiten gesucht, um mein Vorhaben zu realisieren und bin auf Academic Embassy gestoßen. Was mir gefiel, war, dass Academic Embassy in meiner Heimatstadt Bonn vertreten ist und ich somit die Möglichkeit hatte, ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren. Als Berater und Ansprechpartner ist Lars Zimmermann sehr hilfreich gewesen, da er mir alle wichtige Informationen zum Thema „Auslandsstudium in Nordamerika“ geben konnte, sowohl zu den Bewerbungsanforderungen als auch zur Beschaffung eines Visums. Da ich schon wusste, dass ich gerne in Kanada studieren wollte, blieb nur die Frage in welcher Stadt. Letztlich entschied ich mich für Vancouver, da es vom milden Klima und der traumhaften Landschaft für mich am attraktivsten war. Mit der Kwantlen Polytechnic University habe ich eine innovative Universität ausgesucht, die kleine Vorlesungen und Seminare anbietet und auf einen persönlichen Kontakt zu den Dozenten setzt.

Ankunft und Orientierungsphase in Vancouver

Nubwa bei Skifahren in Whistler
Nubwa bei Skifahren im Olympiaskigebiet Whistler

Ich kam bereits eine Woche vor Beginn des Semesters in Vancouver an, da für internationale Studierende eine Orientierungswoche angeboten wird. Die Orientierungsveranstaltung war sehr informativ und hilfreich. Als Neuankömmling müssen viele organisatorische Dinge geregelt werden, zum Beispiel wie man ein kanadisches Bankkonto eröffnet oder welche Handyverträge am preiswertesten sind. Als internationale Studierende hatte ich auch die Möglichkeit, mich mit anderen Austauschstudenten über die ersten Eindrücke auszutauschen und so erste Freundschaften zu knüpfen.

Die Kwantlen Polytechnic University hat im Gegensatz zu anderen Universitäten keine eigenen Studentenwohnheime, bietet dafür aber Wohnmöglichkeiten bei Gastfamilien an. Da ich mich allerdings, wie die meisten anderen internationalen Studierenden auch, dagegen entschieden hatte, in einer Gastfamilie zu wohnen, habe ich auf dem Webportal Craigslist eine Unterkunft gefunden. Das Preisniveau liegt zwischen 400 CAD (rund 300 EUR) und 500 CAD (rund 400 EUR), einschließlich aller Nebenkosten. Man sollte darauf achten, dass der Mietvertrag („lease“) für acht Monate gilt (Studienzeit von Anfang September bis Ende April) und sich nicht noch in die Sommerzeit erstreckt, da die meisten Studenten keine Kurse im Sommer belegen. Meiner Meinung nach ist es von Vorteil in unmittelbarer Nähe der Uni zu wohnen, da die anderen Stadtteile oder Vorstädte Vancouvers teilweise bis zu dreißig Minuten vom Campus entfernt sind. Öffentliche Verkehrsmittel können mit dem Studentenausweis kostenlos benutzt werden, der für alle Zonen in Vancouver Gültigkeit besitzt.

Studium und Freizeitmöglichkeiten an der Kwantlen Polytechnic University

Nubwa mit anderen Studenten der Kwantlen Model United Nations
Nubwa mit anderen Studenten der Kwantlen Model United Nations

An der Kwantlen Polytechnic University hat man die Möglichkeit, einige Kurse außerhalb des eigenen Fachbereiches zu wählen. Man kann auf diese Art andere Fachbereiche wie Psychologie oder Kriminologie kennenlernen und sich zugleich die jeweiligen Credits, die man für seinen Bachelor sammelt, anrechnen lassen. Diese Flexibilität finde ich sehr attraktiv, da man sich als Student so nicht an einem Fachbereich binden muss. Aus diesem Grund habe ich als zweites Fach Politikwissenschaften gewählt. Zu den Kursen kann man sagen, dass sie durch die vorhandenen Assignments (Hausaufgaben) – Präsentationen, Gruppenarbeiten und Zwischentests – an die Schulzeit erinnern. Die Endnote errechnet sich aus der Mitarbeit im Unterricht, den Zwischentests, Präsentationen/Gruppenarbeit und einem abschließenden Final Exam (Abschlussklausur). Das Final Exam im Wintersemester findet meist Anfang bis Mitte Dezember statt.

Für seine Studenten bietet die Kwantlen Polytechnic University eine Reihe von Aktivitäten an. Was mir an Kwantlen besonders gefällt ist, dass es für jede denkbare Interessengemeinschaft einen Club gibt, dem man beitreten oder, wie in meinem Fall, mit anderen Studenten selber gründen kann. Mit einigen meiner Kommilitonen, die auch größtenteils meine Freunde sind, haben wir die Kwantlen Model United Nations gegründet, eine Simulation der Vereinten Nationen. Hierbei haben Studenten die Möglichkeit, ein Land und deren Außenpolitik als Diplomat bei einer Nachstellung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu repräsentieren. Hinzu kommt, dass die Mitglieder unseres Clubs an anderen Model UN Konferenzen teilnehmen können. Ich hatte die Chance, mit einigen Mitgliedern nach Australien zu gehen, um an der World Model United Nations teilzunehmen, das von der Harvard Universität in Melbourne ausgerichtet worden ist. Es war ein super Ereignis, da ich neue Bekanntschaften schließen konnte und mich über weltpolitische Themen mit anderen Studenten austauschen konnte. Zudem konnte ich die wunderschöne Stadt Melbourne sehen. Dies wäre mir nicht möglich gewesen, wenn ich nicht die Unterstützung der Kwantlen Polytech University bekommen hätte.

Kanada als Gastland kennenlernen

Meine ersten Erfahrungen mit der berühmten Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Kanadier habe ich in einem Taxi gemacht. Der Taxifahrer hat mir alles mögliche an Empfehlungen und Tipps gegeben, wo man was in Vancouver besichtigen und machen kann. Er gab mir sogar seine Privatnummer, für den Fall dass ich noch Fragen hätte. Was ich aber mit der Zeit gelernt habe, ist, dass man diese Freundlichkeit der Kanadier als oberflächlich bezeichnen kann, was zum Teil stimmt, nichts desto trotz trifft man auf Kanadier, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Meine Zeit in Kanada würde ich als neuen Lebensabschnitt bezeichnen, da ich es tatsächlich gewagt habe aus meiner Komfortzone zu treten, um etwas Neues zu wagen. Ebenfalls habe ich mich besser kennenlernen können und auch alltägliche Dinge zu schätzen gelernt, die für mich selbstverständlich waren, bis ich diese nicht mehr hatte (z.B. Graubrot).

Meine Englischkenntnisse haben sich verbessert und ich konnte einiges über die kanadische Gesellschaft, die Menschen und die beeindruckende Landschaft lernen. Dies wäre ohne die Zusammenarbeit mit Academic Embassy nicht möglich gewesen. Deshalb gilt mein Dank Academic Embassy für die klasse Betreuung.