Interview: Matthew Turner (Marshall University)

Teil 2

Was ist einzigartig am Campus der Marshall University?

Wie bereits erwähnt, ist es bei uns wirklich sehr grün so dass man das Gefühl hat mitten in der Natur zu sein, obwohl man sich mitten in der Stadt befindet. Auf den Bus oder sogar das Fahrrad kann man also komplett verzichten, da man jedes Gebäude auf dem Campus zu Fuß erreichen kann ohne sich abhetzen zu müssen. Auch wenn man sich am anderen Ende des Campus befindet und in 15 Minuten in der Vorlesung sein muss, reicht das locker.


Wie kann man die deutschen Studenten beschreiben, denen man auf dem Campus der Marshall University begegnet?

Ich denke, dass deutsche Studenten nicht viel anders als die amerikanischen Studenten sind, denen man hier begegnet. Das Schöne an Huntington ist, dass es nicht sehr weit bis nach Cinncinatti (Ohio) ist. Dort lebt eine große deutsche Gemeinde bzw. Amerikaner mit deutschen Wurzeln. Dadurch haben wir zahlreiche „deutsche“ Studenten, die an der Marshall University studieren und einen deutschen Einfluss unverkennbar machen. Tatsächlich ist es so, dass die größte Ansammlung an Deutsch-Amerikanern an der Ostküste der USA lediglich zwei Autostunden von unserem Campus in Huntington entfernt ist. Ich denke, dass das doch sehr speziell für deutsche Studenten ist.


Was kann ein deutscher Student an seinem ersten Tag bzw. den ersten Tagen an der Marshall University erwarten?

Zu Semesterbeginn haben wir immer eine Menge an Informationsständen aufgebaut, um den neuen Studenten zu helfen sich zurechtzufinden. Diese Unterstützung ist nicht nur für die internationalen Studenten gedacht, sondern auch für die amerikanischen Studenten, die ihr erstes Studienjahr bei uns anfangen. Wir geben kleine Touren über den Campus, damit Sie sich direkt am ersten Tag mit allem vertraut machen können. Ich denke, dass wir gute Arbeit leisten, wenn es darum geht die Kommilitonen so gut es gut zu unterstützen. Insbesondere die erste Woche im Semester , die bei uns „Week of Welcome“ genannt wird, bietet eine Menge Veranstaltungen, um sich mit dem neuen Umfeld vertraut zu machen. Irgendwie ist hier überall was los, egal wo man hinschaut. Die Highlights sind natürlich die Football-Spiele, die für die Marshall University traditionell etwas Besonderes darstellen.


West Virginia ist natürlich nicht jedem Deutschen bekannt. Normalerweise gilt die Aufmerksamkeit natürlich solchen Zielen wie Kalifornien, New York oder Florida. Was macht die Marshall University in West Virginia zu einer guten Alternative zu den oben genannten Zielen?

Nun, da gibt es einige Punkte, die für Marshall University und West Virginia sprechen. Wir in West Virginia bezeichnen unseren Staat immer als „America's best kept Secret“ - Amerikas am besten behütetes Geheimnis. West Virginia gilt als das Ziel für Freiluftaktivitäten. Tatsächlich ist es so, dass eine Menge deutsche Touristen in unsere Region kommen, um abzuschalten. Die Tatsache, dass wir nicht weit von anderen Ballungszentren entfernt sind, macht unsere Region natürlich besonders interessant.

Was für die Marshall University spricht, ist die Tatsache, dass wir groß genug sind, um bedeutend zu sein und klein genug, um to care. Das heißt, dass die Professoren die Studenten beim Namen nennen und genau wissen, wer sie sind und welche persönlichen Ziele sie haben. Die Infrastruktur an der Marshall University ist ausgezeichnet, da wir über top-moderne Einrichtungen verfügen. Da wir sehr stark wachsen, bauen wir ständig neue Seminargebäude und Sportstätten, die über die modernsten Ausstattungsmerkmale verfügen.(...)

Als Bachelor- und Master-Student hat man die Möglichkeit an Seminaren teilzunehmen, die von engagierten und hervorragend ausgebildeten Dozenten und Professoren geleitet werden und sich sehr um den Fortschritt der Kursteilnehmer bemühen. Die Teilnehmerzahlen sind klein und das Angebot an Lehrmitteln so groß, dass man es normalerweise nur von großen Universitäten erwarten würde. (…)


Vielen Dank für das Interview!