Studium USA: Erfahrungsbericht Oregon State University Teil 1

Ein BWL-Studium in den USA war für unsere Teilnehmerin Sharon schon lange ein großer Wunsch. Seit dem Herbstsemester 2012 studiert sie nun an der Oregon State University in Corvallis. Durch die Zusatzkurse im Rahmen des Pathway Programms bekommt Sie zusätzliche Unterstützung, um sich auf dem Campus und in den Vorlesungen zurecht zu finden. Aber lest selbst, was sie zu erzählen hat.


Mein Ziel: Studium in den USA

Sharon am Stand der Oregon State University auf der Bildungsmesse in Berlin
Sharon am Stand der Oregon State University auf einer Bildungsmesse in Berlin

Hallo, mein Name ist Sharon Werbelow! Ich bin 19 Jahre alt, komme aus Berlin und studiere seit dem Herbstsemester 2012 an der Oregon State University (OSU) in Corvallis, Oregon.

Aufgrund häufiger Urlaube in Amerika mit meinen Eltern habe ich das Land kennen und lieben gelernt. Nachdem ich während der elften Klasse ein Austauschjahr an einer High School in Kalifornien verbracht hatte, reifte in mir immer mehr der Wunsch in den USA zu studieren. Daraufhin informierte ich mich in Berlin auf mehreren Bildungsmessen, um meinen Traum, ein Studium in Amerika, verwirklichen zu können. Auf einer dieser Messen lernte ich Academic Embassy kennen. Seit dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, mich mit konkreten Fragen an meinen Ansprechpartner Lars Zimmermann zu wenden, der mir nicht nur Einblicke in das Auslandsstudium gab und Universitäten vorstellte, sondern auch sehr hilfreich bei allen auftretenden Problemen und Fragen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle! Ich konnte mich über Studienprogramme an unterschiedlichen Universitäten informieren, so dass ich auch auf die Oregon State University aufmerksam wurde mit der ich mich dann intensiver beschäftigte.

Die Bewerbungsphase

Sharon auf dem OSU Campus
Sharon auf dem OSU Campus

Nachdem meine Wahl auf die Oregon State University gefallen war, stand mir Academic Embassy auch weiter bei allen Schritten der Bewerbung sehr hilfreich zur Seite. Man war für mich immer telefonisch erreichbar und so bekam ich nicht nur wertvolle Tipps, sondern auch Unterstützung bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen (z.B. Zeugnisse, TOEFL-Test, Bankstatement usw.) die dann von Academic Embassy an die OSU weitergeleitet wurden. Auch für die Beantragung des Visums erhielt ich von Academic Embassy nützliche Hinweise. Nachdem ich das Visum beantragt und meinen Termin für das Interview in der Botschaft wahrgenommen hatte, lag mein Pass mit dem erhofften Visum wenige Tage später in meinem Briefkasten. Außerdem konnte ich, nachdem mich Academic Embassy darauf aufmerksam gemacht hatte, einen sehr informativen Termin auf einer Messe nutzen, um einem dort anwesenden Vertreter der OSU weitere Fragen zu meinem Studium zu stellen. Dort wurde mir dann auch das offizielle Schreiben für das Stipendium über $3.000 überreicht, welches ich über Academic Embassy erhalten habe. Da für ein komplettes Auslandsstudium kein Auslands-BAföG gezahlt wird, war das Stipendium natürlich eine große Hilfe. Außerdem hatte ich bereits den ersten persönlichen Kontakt zu einem Mitarbeiter an der Oregon State University hergestellt.


Das Pathway Programm und die Wahl der Kurse

Vor meiner Abreise habe ich natürlich viel auf der offiziellen Website der OSU gelesen. Der Pre-Departure Guide, den ich vor meiner Abreise erhalten hatte, war ebenfalls sehr informativ für mich. Dass ich mich für die Oregon State Universität entschieden habe, lag nicht nur an dem umfangreichen Programm, welches mir hier geboten wird, sondern auch an dem Ort, dem wunderschönen großen Campus und den vielen Möglichkeiten die sich hier bieten, um die gesamten College-Erfahrungen auszuschöpfen. Die Oregon State University bietet eine breite Palette an Bachelor- bzw. weiterführenden Master-Studiengängen. Ich habe mich für das vierjährige Bachelor-Studium im Bereich Business Administration entschieden. Es gibt hier viele Einführungsprogramme, sogenannte „Pathway Programme“, die mir das Business Englisch nahe bringen und den Einstieg an der Universität erleichtern.

Ich habe das Pathway Programm gewählt, da ich es für hilfreich empfand noch einmal einige zusätzliche Englischkurse zu belegen. Diese ermöglichen die Vermittlung wichtiger Fähigkeiten im Schreiben, Lesen und Sprechen. Insbesondere im akademischen Englisch, wie beispielsweise das Schreiben spezieller Arten und Formate von Essays. Außerdem wird man mit dem Pathway Programm gezielt auf Anforderungen vorbereitet, die in den weiteren Jahren verlangt und somit die Voraussetzung für ein erfolgreiches abschließen des Studiums notwendig sind. Weiterhin habe ich mich für einige Zusatzkurse entschieden, so dass ich im ersten Term größtenteils Pathway Kurse, aber auch für meinen Major vorgeschriebene Kurse, wie Mathe und Health, welche für alle Schüler der OSU im ersten Jahr Pflicht sind, belege. Damit habe ich bereits erste Kontakte zu meinen amerikanischen Kommilitonen geknüpft. In diesen Term belege ich Kurse für die ich 15 Credits erhalte; das Minimum sind zwölf. Damit bin ich komplett ausgelastet, denn hier gilt die Faustregel, dass auf eine Unterrichtsstunde zwei Stunden Hausaufgaben kalkuliert werden. Zu meinem Bedauern halten sich bis jetzt auch alle Lehrer sehr gut daran...


Die Caascades Hall auf dem Campus der Oregon State University in Corvallis

Das Leben auf dem Campus

Die Stadt Corvallis ist niedlich, recht klein und hat ihren eigenen Charme. Wenn man shoppen will oder größere Anschaffungen machen möchte, bietet sich Portland an. Mein erster Eindruck vom doch sehr großen Campus, war durchweg positiv.

Organisatorisch lief alles reibungslos und mich erwartete von Anfang an ein straffer Stundenplan. Nach den ersten Unterrichtsstunden merkte ich, dass einer meiner Kurse zu einfach für mich war. Durch meine hilfsbereiten Dozenten war es mir dann problemlos möglich den Kurs zu wechseln, so dass ich nun einen Kurs auf höherem Level belege.

Man muss sich schon allein bemühen und bewegen, um alle Informationsveranstaltungen, Campus-Touren usw. wahrnehmen zu können. Die Organisatoren stehen den Freshmen - wie die Studenten des ersten Studienjahres genannt werden - aber jederzeit beratend zur Seite.

Die Verpflegung ist sehr gut organisiert: man erhält eine Student-ID Karte für das Wohnen und Essen. Darauf befindet sich eine bestimmte Summe, die dann im Laufe des Monats „abgegessen“ werden kann. Ich wohne auf dem Campus in einem Dorm (Studentenwohnheim). Da Campus sehr groß ist und man von A nach B kommen muss, ist ein Fahrrad sehr empfehlenswert.

Mein Tipp: Setzt Eure Träume in die Tat um!

Es ist immer schwer einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, aber ich habe diesen Schritt noch keine Minute bereut. Ich kann nur jedem empfehlen, der bereit und mutig genug ist ein Studium im Ausland zu beginnen: Setzt eure Träume in die Tat um!