Sportstipendium USA: Hochschulsport in Amerika

Anders als bei uns in Deutschland findet in den USA der Breiten- und Leistungssport nicht in Vereinen statt, sondern in Schulen und Universitäten. Wie bei den europäischen Vereinen sind die Identifikation und der damit verbundene Stolz und die Leidenschaft für die Lieblingsuniversität unbegrenzt. Nicht selten spielen College-Mannschaften in Stadien vor über 100.000 in den Universitätsfarben gekleideten Zuschauern. Das Medieninteresse ist entsprechend hoch, so dass viele College-Sportarten live von den großen Sendeanstalten (z.B. ESPN und Fox Sports) übertragen und in amerikanischen Wohnzimmern, Sportbars und Restaurants aufmerksam verfolgt werden. 

Schwimmerin beim Brustschwimmen

Leistungssport und exzellente Studienbedingungen

Durch das gesteigerte Medieninteresse stehen den Universitäten große Budgets zur Verfügung, welche die Unterhaltung hervorragender Strukturen ermöglichen. Durch dieses professionelle Umfeld ist die bestmögliche Förderung der Athleten garantiert.

Neben den sportlichen Faktoren ist die ansprechende akademische Ausbildung ein wichtiger Aspekt, dem höchste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Um in den Mannschaften der Universitäten spielberechtigt zu sein, ist es unumgänglich, dass ein entsprechender Notendurchschnitt aufrecht erhalten wird. Gelingt dies nicht, so droht der Ausschluss aus dem Hochschulsport. 

Unbegrenzte Möglichkeiten durch ein Sportstipendium

Tennisspielerin kurz vor einem Vorhandschlag

Die Stipendienkultur ist in den USA weitaus stärker verbreitet als in Deutschland. Neben den Stipendien, die an Studenten für akademische Leistungen verliehen werden (Merit-Based Scholarships), ist es in den USA gängige Praxis, dass Stipendien für herausragende sportliche Leistungen (Athletic Scholarships) von den Universitäten verliehen werden. Jährlich stellen die Colleges und Universitäten in den USA rund $1,2 Milliarden für Sportstipendien zur Verfügung. Interessant: 96% dieser Gelder gehen an Studenten in Bachelor Programmen.

Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass eine Universität Dir bei großem Interesse an Deiner Einschreibung nicht nur die kompletten Studiengebühren erlässt, sondern auch kostenfreie Unterkunft und Verpflegung auf dem Campus bietet. Ein solches Vollstipendium wird jedoch sehr selten gewährt. Meist decken Stipendien zwischen 30% und 80% aller anfallenden Kosten (Studiengebühren, Unterkunft und Verpflegung), so dass sich ein Studium unter bestimmten Bedingungen in den USA nicht teurer als in Deutschland gestaltet. Lediglich die Kosten für Lehrmittel (z.B. Bücher), Freizeitgestaltung, Flüge und Auslandskrankenversicherung kommen hinzu. Und das Wichtigste: Du kannst ohne Einschränkungen das Studienfach Deiner Wahl studieren.

Interessante Links zum Hochschulsport in den USA

College Sport Organisationen

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